Kategorie-Archive: Erbrecht

Hausschenkung mit Wohnungsrecht: Wann die Zehnjahresfrist greift

Wenn Eltern zu Lebzeiten eine Immobilie an ein Kind übertragen, bleibt bei vielen Familien die Frage im Raum, ob „die Sache damit erledigt“ ist oder ob enterbte Angehörige später trotzdem noch Ansprüche geltend machen können. Genau darum ging es in einem Teilurteil des Landgerichts München I vom 10.07.2024 (Az. 3 O 2102/24). Im Mittelpunkt standen […]

92-Jährige als Testamentsvollstreckerin: Nießbrauch und Immobilien

Wer erbt, erwartet oft Klarheit und eine geordnete Verwaltung des Nachlasses. In der Praxis entstehen Konflikte aber gerade dann, wenn der Verstorbene eine Person mit viel Macht ausgestattet hat und die übrigen Erben sich übergangen oder schlecht informiert fühlen. Genau darum ging es in einem Beschluss des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 27.11.2025 (Az. 21 […]

Erbschein: Wann ein Hospiz zum letzten Lebensmittelpunkt wird

Wenn ein Angehöriger stirbt, ist vieles gleichzeitig zu regeln. Oft braucht man einen Erbschein, um Konten zu klären oder Nachlassfragen sauber zu ordnen. Doch schon der erste Schritt kann Streit auslösen: Bei welchem Nachlassgericht muss der Antrag überhaupt gestellt werden, wenn der Verstorbene zuletzt nicht mehr in seiner Wohnung, sondern in einem Hospiz gelebt hat? […]

Europäisches Nachlasszeugnis bei Streit um Auslandsvermögen

Wer eine Erbschaft mit Vermögen im Ausland abwickeln muss, merkt schnell, wie wichtig ein Europäisches Nachlasszeugnis sein kann. Es dient in vielen EU-Staaten als praktischer Nachweis dafür, wer Erbe ist und welche Rechte bestehen. Kommt es in der Familie zum Streit, kann sich ein solches Verfahren jedoch erheblich verzögern. Genau darum ging es in einem […]

Enterbung, Pflichtteil und Fristen im Erbstreit um eine Familienbrauerei

Wie schnell ein Erbstreit an klaren Fristen und fehlenden Beweisen scheitern kann, erfahren Sie in diesem Beitrag der Kanzlei am Südstern, der eine aktuelle Entscheidung des Landgerichts Arnsberg beleuchtet. Mit Urteil vom 05.06.2025 (Az. 4 O 84/24) hat die 4. Zivilkammer die Klage eines Sohnes abgewiesen, der sich nach dem Tod seiner Mutter als Miterbe […]

Testamentskopie: Warum ein Erbschein oft nicht möglich ist

Ob die bloße Kopie eines Testaments im Erbscheinsverfahren ausreichend ist, zeigt ein aktueller Beschluss des Pfälzischen Oberlandesgerichts Zweibrücken vom 07.08.2025 (Az. 8 W 66/24), den wir Ihnen in diesem Artikel der Kanzlei am Südstern erläutern. Eine frühere Lebensgefährtin wollte als Alleinerbin festgestellt werden und stützte sich dabei auf eine Kopie eines handschriftlichen Testaments. Am Ende […]

Wann greift die Pflichtteilsstrafklausel im Berliner Testament?

Darf die Pflichtteilsstrafklausel in einem Berliner Testament schon dann greifen, wenn ein Kind seinen Pflichtteil nach dem ersten Erbfall ohne vorheriges Einvernehmen mit dem überlebenden Elternteil verlangt, obwohl dieser dann freiwillig zahlt? Mit dieser Frage befasste sich das Oberlandesgericht Zweibrücken im Beschluss vom 09.07.2025, Az. 8 W 56/24. In diesem Beitrag der Kanzlei am Südstern […]

Testierfreiheit: Kann der Hausarzt ein Grundstück vermacht bekommen?

Darf ein Patient seinem Hausarzt für besondere Betreuung ein Grundstück vermachen? Mit dieser Frage befasste sich der Bundesgerichtshof am 2. Juli 2025 im Verfahren IV ZR 93/24. Im Mittelpunkt stand die Spannung zwischen ärztlicher Berufsordnung und der grundrechtlich geschützten Testierfreiheit, also dem Recht, frei über das eigene Vermögen von Todes wegen zu verfügen. Welche Hintergründe […]

Anfechtung der Erbschaft bei unerwarteten Bestattungskosten

Wenn Hinterbliebene für die Bestattungskosten eines Verstorbenen aufkommen müssen, kann das zu rechtlichen Auseinandersetzungen führen. Mehr dazu erfahren Sie in diesem Artikel der Kanzlei am Südstern aus Berlin am Beispiel eines Urteils des Landgerichts Frankenthal (Pfalz) vom 27. Februar 2025 (Az. 8 O 189/24). Ein Erbe, eine Witwe und unerwartete Bestattungskosten Im Mittelpunkt des Falles […]

Die Gültigkeit eines zerrissenen Testaments

Am 29. April 2025 entschied das Oberlandesgericht Frankfurt am Main über einen Fall, der für Erben und Erblasser gleichermaßen von Bedeutung ist (Aktenzeichen: 21 W 26/25). Es ging um die Frage nach der Gültigkeit eines zerrissenen Testaments, insbesondere ob das Zerreißen als wirksame Widerrufshandlung zu verstehen ist. Wie das Gericht diese Frage beantwortete und welche […]